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Unternehmen
am 31.08.10

© Conergy Logo
Was ist denn nur bei Conergy los? Nun geht also auch noch der Finanzvorstand in Person von Jörg Spiekerkötter. Er verlässt das Unternehmen, wie es so schön heißt, auf eigenen Wunsch. Nachfolger soll der bisherige Chef-Jurist des Unternehmens, Sebastian Biedenkopf werden.
Es passiert immer mal wieder, dass Top-Manager ein Unternehmen verlassen oder aber es verlassen müssen. Bei Conergy rotiert das Personalkarussell aber arg schnell: Erst vor wenigen Tagen hat Dr. Andreas von Zitzewitz den Posten des Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bei Conergy räumen müssen. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Dieter Ammer soll zudem im Oktober seinen Posten verlassen und klassischerweise in den Aufsichtsrat wechseln.
Aktuell schafft Conergy damit vor allem Ratlosigkeit. Denn wer das Unternehmen ab Oktober führen soll, das ist im Moment noch offen. Und bis Oktober ist es nicht mehr lang...
Mehr zum Thema: Weiterer Top-Manager von Conergy nimmt seinen Hut.
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Unternehmen
am 23.07.10

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Doc Trader Gute Nachrichten. Mit Roland Berger bleibt eine der traditionsreichsten deutschen Unternehmensberatungen im Rennen und wird nicht verkauft. Dies war nach dem Rückzug des Firmengründers und Namensgebers Roland Berger kurzzeitig erwogen worden, soll aber nach Aussagen des neuen Vorstandschefs, Martin Wittig, erst einmal nicht geschehen. Wieso auch, wenn das Unternehmen seine Umsätze im ersten Halbjahr 2010 um rund zehn Prozent steigern konnte.
Anstelle einer Übernahme ist Roland Berger nunmehr offen für Partnerschaften und Kooperationen, möchte in diesem Zuge jedoch keine neuen Firmen übernehmen oder aufkaufen. Wohl aber ist Roland Berger auf Expansionskurs und durchaus interessiert, neue Teams oder auch nur einzelne Mitarbeiter in das Unternehmen zu integrieren. Das alles bekommt Roland Berger aber ab dem 1. August nicht mehr mit, denn mit diesem Tag wird Berger vom Vorsitz des Aufsichtsrats zurücktreten und "nur" noch Ehrenvorsitzender.
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Börsenwissen
am 08.07.10

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epicharmus Von Amsterdam nach New Amsterdam. Oder New York, wie die Stadt ja schon seit Jahrhunderten heißt. Diese "Reise" hat der Finanzinvestor KKR nun unternommen und kommt endlich an der New York Stock Exchange an der Wall Street an. Hinter der Abkürzung KKR verbirgt sich Kohlberg Kravis Roberts & Co. und schon 2007 wollte das Unternehmen von der Euronext in Amsterdam in die USA wechseln.
Seinerzeit wurden die Plänen durch die beginnende Finanzkrise vereitelt doch nun soll es am 15. Juli so weit sein. Die Aktien werden eins zu eins umgetauscht und neben Großkonzernen wie RJR Nabisco hält KKR auch in Deutschland Beteiligungen. So sitzt das Unternehmen unter anderem bei ProSiebenSat.1 mit im Boot und hält ebenfalls Anteile an Kion, BMG und ATU.
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Währungen
am 20.06.10

© Pixelio / Klausi
China entkoppelt seine Währung, den Renminbi, wieder vom US-Dollar, nachdem die Währungen in den vergangenen Jahren stets im gleichen Verhältnis zueinander standen, was durch reale wirtschafltiche Entwicklungen jedoch kaum zu rechtfertigen ist. Die chinesischen Währungshüter hatten daran jedoch ein Interesse, da der Export hierdurch gesteigert werden konnte. Werden die Wechselkurse nämlich wieder flexibilisiert, so werden voraussichtlich chinesische Produkte in den USA teurer werden, so dass dort die Nachfrage danach sinken könnte. Das sollte vermieden werden.
Doch nun wurde der Druck auf China wohl auch zu groß und man kehrt zum Wechselkursmanagement gegenüber dem US-Dollar zurück. Damit gibt es immer noch keine vollends flexiblen Wechselkurse zwischen China und den USA, sie sind jedoch schon deutlich flexibler als sie es in den letzten drei Jahren waren. Vermutlich werden die Notenbanker in China täglich einen Wechselkurs vorgeben, der zu erwarten und der zu halten sei. Beim aktuellen Aufwertunsdruck des Renmimbi wird das bedeuten, dass China US-Dollar wird kaufen müssen, damit die Nachfrage nach der US-Währung steigt und deren Wert somit gegenüber dem Renmimbin icht allzu sehr an Wert verliert.
Man könnte damit auch sagen: China stützt im eigenen Interess des US-Dollar und wird damit zwangsläufig zum großen, wenn nicht sogar größten Gläubiger der USA. Denn die Reserven werden nicht in realen Noten sondern in Dollar-Anleihen gehalten. Eine heikle Situation, bei der man aktuell nicht weiß, was sie währungspolitisch bedeutet. Aktuell zeichnet sich am ehesten ab, dass der Renminbi neben dem US-Dollar und dem angeschlagenen Euro zu einer neuen Leitwährung werden könnte - ähnlich wie es die D-Mark und der Yen in den 60er Jahren auch wurden, als der US-Dollar und das britische Pfund die Kraft dazu nicht mehr allein hatte.
Mehr zum Thema:
Wechselkursstreit: Peking behält Kontrolle über Renminbi-Aufwertung
Reservewährungen: Renminbi - Flügel für zwei lahme Enten
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Börsenwissen
am 16.06.10
Kommt sie nun, die Inflation, oder kommt sie nicht? Betrachtet man den steigenden Goldkurs, so kann man sicher sein: Sie kommt! Und Investoren und Privatanleger flüchten in sichere Werte wie eben Gold oder Immobilien. Bei Moragn Stanley und Goldman Sachs kann man mittlerweile sogar "Inflations-Anleihen" kaufen. Die zeichnen sich dadurch aus, dass es anfänglich einen Festzins gibt und im Zeitablauf die Zinsen an die Preisentwicklung gekoppelt werden. Für Geldanleger lohnt sich das in Zeiten, in denen die Inflation tatsächlich anzieht.
Ob es allerdings soweit kommt, das muss man abwarten. Dafür spricht, dass in den vergangenen Monaten mächtig viel Geld in Umlauf gebracht wurde. Dagegen spricht, dass dieses Geld noch nicht nachfragewirksam eingesetzt wurde: Das zuätzliche Geld wird also nicht für Konsumzwecke ausgegeben, Banken sind nach wie vor sparsam bei der Kreditvergabe und Unternehmen verfügen eher über Überkapazitäten: Da gibt es wenig Spielraum für Preiserhöhungen. Und damit kann auch - solange es denn so oder so ähnlich bleibt - eine Inflation eingedeämmt werden, wenn sie nicht sogar ganz ausbleibt.
Mehr zum Thema im Handelsblatt:
Geldanlage: Gut gerüstet gegen Inflation und Deflation.
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